Mit der Reproduktionsmedizin zum Wunschkind

Die Reproduktionsmedizin ist ein sehr komplexes Gebiet, bei dem es um vielmehr als nur die reine Reproduktion geht. Nicht nur Ärzte sind hier besonders ausgebildet, auch das Pflegepersonal, welches in Einrichtungen arbeitet, die sich mit diesem Gebiet beschäftigen, haben einige Schulungen hinter sich. Überall in Deutschland befinden sich Einrichtungen, die sich mit dieser Materie befassen und kinderlosen Eltern dazu verhelfen das schönste Glück zu fühlen und endlich ihr eigenes Baby in den Armen halten zu können.

Ursachenforschung

Bei der Reproduktionsmedizin geht es als Erstes immer um die Ursachenforschung. Es muss festgestellt werden, warum zwei scheinbar kerngesunde Menschen, auf natürlichem Wege, kein Kind zeugen können. Dazu werden beide zu Beginn auf verschiedene Krankheiten und Defizite getestet. Nicht immer sind diese Tests angenehm und es erfordert gerade auf der männlichen Seite oft einiges an Überwindung. Doch ohne diese Tests kann nicht herausgefunden werden, was nicht stimmt und warum kein Kind gezeugt wird.

Verschiedene Möglichkeiten

Der Reproduktionsmedizin stehen heute viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Paaren zu ihrem Kinderwunsch zu helfen. Ist die Ursache geklärt, kann an der Therapie gearbeitet werden. Frauen werden dabei meistens mit Hormonen auf eine Schwangerschaft vorbereitet und es werden reife Eizellen in einem kurzen Eingriff entnommen. Liegt es am Sperma des Mannes, werden die Eizellen außerhalb des Körpers befruchtet und der Frau anschließend wieder eingesetzt. Dabei werden nicht alle Eizellen eingepflanzt, sondern es bleiben ein Paar eingefroren. Gelingt der erste Versuch der Einnistung nicht, kann so ein zweiter Versuch gestartet werden. Erfahrungsgemäß klappt das erste Einpflanzen nur bei sehr wenigen Paaren und es müssen mehrere Versuche gestartet werden, bis es zu einer intakten Schwangerschaft kommt.

sehr umstritten

Die Reproduktionsmedizin ist aber auch eine umstrittene Geschichte. Aktuell wird im Bundesrat darüber entschieden, ob Embryos mit Krankheiten oder Gendefekten aussortiert werden sollten. Für Gegner dieser Forderung stellt das Aussortieren ganz klar Mord da, sie vertreten die Auffassung, dass ein Kind ab dann lebt, sobald es zur Befruchtung der Eizelle gekommen ist. Doch auf der anderen Seite muss hier ganz klar gesagt werden, dass Eltern dann ein behindertes Kind bekommen werden, das unter Umständen nur eine kurze Lebenserwartung haben wird. Dies ist dann die Schattenseite der Reproduktionsmedizin, auf die sich Eltern einlassen, wenn der Kinderwunsch zu stark wird und sie bereit sind dieses Risiko einzugehen.

Foto: Gabees – Fotolia

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